Bilingualer Chemieunterricht
Bilingualer Chemieunterricht bezeichnet Unterricht bei dem die Inhalte des Sachfachs in zwei Sprachen vermittelt werden, um eine doppelte Sachfachliteralität anzubahnen. In unserem Arbeitskreis werden praxisangebunden Lehr- und Lernmaterialien für den bilingual-englischen Chemieunterricht entwickelt und erprobt. Ein Beispiel ist eine Lehrkräftehandreichung mit bilingualem Unterrichtsmaterial in Form von Versuchsanleitungen, Informationstexten und Arbeitsblättern für das erste Lernjahr Chemie. Weitere Materialbeispiele finden Sie über die zur Verfügung gestellten Verlinkungen.
Im Rahmen des Dissertationsprojektes von Elisabeth Kiesling wurde unter dem Arbeitstitel „What to do with CO2?“ ein bilingual-englisches Schülerlaborangebot für die Jahrgangsstufe 11 konzipiert. Hierbei soll das Fachthema Carbon Capture and Storage von den Lernenden experimentbasiert in beiden Sprachen erschlossen und im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung multiperspektivisch betrachtet werden. Die Schülerinnen und Schüler experimentieren im Schülerlabor unter Verwendung eines digitalen Lernbegleiters, der curricular integrierbare, bilinguale Materialien, Experimente sowie interaktive Übungen enthält. Das Schülerlabor wird im Rahmen der Chemie-Labothek erprobt und weiterentwickelt und kann von Chemie-Oberstufenkursen auch ohne bilinguale Vorkenntnisse besucht werden.
Darüber hinaus bietet der Arbeitskreis einen bilingualen Experimentierkurs „Bilingual Chemistry- Experiments with Carbon Dioxide“ für MINT-interessierte Schülerinnen ab Klasse 10 im Rahmen der SommerUni an. Dort tauchen die Schülerinnen in eine bilingual deutsch-englische Welt ein und lernen Experimente rund um das Thema Kohlenstoffdioxid kennen. Im Anschluss haben die Lernenden die Möglichkeit mit den Dozierenden über Fachinhalte und Studienoptionen des Faches Chemie ins Gespräch zu kommen. Im Jahr 2025 wurde der Kurs von den Schülerinnen auf Platz 3 der beliebtesten Kurse der SommerUni gewählt.