Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften

Photoreformierung

Photoreformierung

Mit Blick auf eine nachhaltige Energieversorgung und Ressourcennutzung gewinnt die Herstellung von „grünem“ Wasserstoff zunehmend an Bedeutung. Ein vielversprechender Ansatz stellt die Photoreformierung dar, ein Verfahren, bei dem Lichtenergie genutzt wird, um organische Substrate mithilfe eines TiO₂-basierten Photokatalysators in Wasserstoff und weiterverwendbare Oxidationsprodukte zu überführen. Dieses zukunftsrelevante Themenfeld bietet vielfältige Anknüpfungspunkte für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Chemieunterricht.

Julian Venzlaff entwickelte erste experimentellen Ansätze und Versuche zur Photoreformierung im schulischen Kontext. Im Rahmen der experimentellen und didaktischen Erschließung des Themenfeldes wurden dabei grundlegende Versuchsreihen zur Wasserstoffgewinnung aus verschiedenen Alkoholen und Zuckern konzipiert und erprobt.

Aufbauend darauf erweitert Helen Wenz die Arbeiten um Experimente zur Nutzung biogener und anthropogener Reststoffe. Aktuelle Arbeiten beschäftigen sich insbesondere mit der Optimierung der Katalysatoren sowie mit Fragen der Ressourcennutzung. Ergänzend wird dazu ein digitaler Lernbegleiter und Materialien für ein zukünftiges, BNE-orientiertes Schülerlaborangebot entwickelt.