Navigationsweiche Anfang

Navigationsweiche Ende

Der Wandel des Unterrichts durch die Einführung digitaler Medien und Implementierung des Medienkompetenzrahmens schafft neue Herausforderungen, denen man gemeinsam begegnen muss. Das aus dem NRW-Projekt „Communities of Practice NRW für eine Innovative Lehrerbildung“ (ComeIn) heraus begründete Netzwerk digitaler Chemieunterricht (NeDiChe) versucht, diese Herausforderungen durch eine Vernetzung aller drei Lehramtsausbildungsphasen – Studium in der Universität, Referendariat im ZfsL sowie Fortbildung in der Schule – zu erreichen. 

In der Kolloquiumsreihe zum digitalisierten Chemieunterricht tragen Referent*innen aus allen drei Phasen der Chemielehrkräfteausbildung in 30-45-minütigen Impulsvorträgen zu Themen sowohl aus aktueller fachdidaktischer Forschung und Entwicklung als auch aus der Umsetzung in der gelebten Schul- und Lehrpraxis vor. Ausgehend davon soll Raum für Diskussionen und Austausch der Teilnehmenden des Kolloquiums gegeben werden. Je nach Thema sind auch kleinere Workshop-Einheiten anschließend an den Impulsvortrag möglich. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich!

Hier finden Sie den Flyer zur Veranstaltung.


Newsletter

Hier können Sie sich zum Newsletter an- bzw. abmelden. Über diesen erhalten Sie Informationen zu weiteren Vorträgen und Aktionen des Netzwerk digitaler Chemieunterricht.

 

 

Vortragsthemen

Die Vorträge finden jeweils von 16:15 - 17:45 Uhr statt.

08. Februar 2021 - Das Labor kommt per Post - Jugendliche experimentieren bei der digitalen Herbstakademie Chemie

M. van de Sand und R. Christoffels

In diesem Jahr wurden im zdi-Schülerlabor der Universität zu Köln verschiedene digitale Formate für SchülerInnen und Schüler umgesetzt.
Neben dem Kennenlernen der Arbeit von WissenschaftlerInnen im Labor und von aktuellen Forschungsthemen, bildete insbesondere die Förderung des haptischen Experimentierens den Schwerpunkt der Programme. In unserem Vortrag stellen wir verschiedene Formate vor, die auch Anregungen für den eigenen Unterricht geben können. 
Als Beispiel aus der Chemie soll die in den Herbstferien digital umgesetzte „Herbstakademie Chemie“ vorgestellt werden. Im Mittelpunkt des viertägigen Formats für Schülerinnen und Schüler der Sek II standen eine Reihe chemischer Experimente, welche die Teilnehmenden mit Hilfe vorab verteilter Experimentierboxen zuhause durchführen konnten (Schwerpunkte: Metal Organic Frameworks (MOFs), kristalline Substanzen/Zeolithe, Materialforschung, Nachweisreaktionen und Herstellung von Indikatoren). Die Schülerinnen und Schüler wurden hier in den Experimentierphasen aktiv begleitet. Die praktischen Teile wurden verbunden mit einem Online-Rundgang durch die Labore des Departments für Chemie der Universität.

Der Einstieg zur Diskussion kann über folgende Fragen erfolgen:

  • Wie kann Experimentieren auch bei digitalem Unterricht gefördert werden?
  • Was muss vorbereitet und bedacht sein, damit das digital begleitete Experimentieren im Schulkontext gelingt?

08. März 2021 - (Heim-)Experimente und H5P – Experimentieren digital und interaktiv unterstützen

C. Strippel, L. Tomala und K. Emmerich

Experimentieren ist ein essentieller Bestandteil des Chemieunterrichts – ob im Klassenraum oder auf Distanz. Gleichzeitig stellen Experimente Schüler*innen vor Herausforderungen, wenn sie diese eigenständig nur anhand einer Versuchsvorschrift durchführen, beobachten und auswerten sollen. Eine Möglichkeit, sowohl den Weg der Erkenntnisgewinnung zu unterstützen als auch den Erwerb von Fachwissen am Experiment zu begleiten, sind digitale, interaktive Unterstützungsangebote mit H5P. Der Vortrag behandelt didaktische, technische und rechtliche Fragen rund um den Einsatz von H5P zur Unterstützung von (Heim-)Experimenten und stellt Beispiele vor. Der Einstieg in die Diskussion erfolgt über zwei Fragen:

  • Welche Faktoren helfen oder verhindern, dass digitale Unterstützungsangebote effizient erstellt und bereitgestellt werden können?
  • Welche Faktoren helfen oder verhindern, dass unterschiedliche Schüler*innen von Unterstützungsangeboten profitieren können?

12. April 2021 - Lernen mit Simulationen in Schule und Hochschule – warum und wie funktioniert das

S. Schwedler und Y. Peperkorn

Dass man die Welt der Atome und Moleküle nicht mit den eigenen Sinnen erfassen kann, stellt eine erhebliche Lernbarriere im Fach Chemie dar. Mit Hilfe von Simulationen können Lernende das Verhalten von komplexen Teilchensystemen interaktiv untersuchen und nachvollziehen.
In unserem Vortrag werden wir in die didaktischen Hintergründe zum Lernen mit Simulationen einführen und aufzeigen, unter welchen Bedingungen sich dieser Ansatz als lernwirksam erweist. Zudem stellen wir zwei ausgearbeitete Lehrkonzepte vor: SIMMS (simulation-based instruction for mental modeling in school) für den Chemieunterricht der Sek2 und BIRC (bridging imagination and representation in chemistry) für die Hochschullehre.
Anschließend können die Teilnehmenden unsere Lehrmaterialien exemplarisch erkunden und diskutieren.

Dabei interessieren uns unter anderem folgende Fragestellungen:

  • Welche Vor- und Nachteile sehen Sie bezüglich kooperativer bzw. individueller Lernsettings in diesem Zusammenhang?
  • Könnten Sie sich vorstellen, Simulationen im Unterricht einzusetzen? Welche Chancen und potentielle Problemstellen (ggf. auch technischer Art) sehen Sie?